So macht Mathe wieder Spaß

•August 10, 2008 • Kommentar schreiben

numb3rs – Die neue Amiserie, jetzt auch hier in deutschen Landen, ausgestrahlt von SAT1 am Sonntagabend von 21:15 bis 22:15.

Das FBI arbeitet eng mit einem Mathematikgenie zusammen, welches nicht nur wahrhaftige Glanzleistungen im Bereich der Verbrechensbekämpfung mithilfe von mathematischen Formeln vollbringt, sondern auch noch gut aussieht… So macht Mathe wieder Spaß. *grinnnns*

Charlie Eppes alias David Krumholtz

Charlie Eppes alias David Krumholtz

Quelle: tv.com

Nickelback – If Everyone Cared; oder: Warum zum Teufel macht die an einem Freitagabend so was?!

•Juli 18, 2008 • Kommentar schreiben

Über Nickelback kann man sich streiten – die einen finden sie gut, die anderen schlecht. Die Meinungen gehen auseinander, doch eines kann man nicht leugnen: Chad Kroegers markante Stimme verleiht jedem Nickelback-Song einen obligatorischen Wiedererkennungswert.

Heute soll hier „If Everyone Cared” analysiert werden. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich möchte den Liedtext (den ich aus Copyright-Gründen nur teilweise abbilde) an lyrischen Stilmitteln festmachen.

Dabei liegt mein Fokus auf dem Chorus.

Fangen wir doch gleich einmal mit ihm an. Hier der Text:

If everyone cared and nobody cried
If everyone loved and nobody lied
If everyone shared and swallowed their pride
Then we’d see the day when nobody died

© Nickelback 2006

An der äußeren Form fällt gleich auf, dass drei von vier Zeilen mit „If everyone” anfangen, also anaphorisch sind. Der vierte Vers fällt hier aus dem Rahmen, doch mit dem beschäftige ich mich weiter unten.

Sehen wir uns die erste Zeile an. Mir selbst fällt hier auf, dass mit „cared” und „cried” eine Alliteration vorliegt. Die zweite und dritte Zeile im selben Blickwinkel betrachtet sieht man, dass dies dort ebenfalls der Fall ist: „love” und „lied” in der zweiten, „shared” und „swallowed (their pride)” in der dritten, wobei man hier von den geschriebenen Buchstaben und nicht den phonetischen Äußerungen ausgehen muss.

Sogar im vierten Vers taucht wieder eine Alliteration auf: „day” und „died”.

Verblüffend? Auf jeden Fall.

Gehen wir jetzt zum Reimschema über.

Da sich „cried” auf die Endworte aller anderen Verse reimt, liegt hier ein sogenannter Haufenreim vor: cried – lied – pride – died. Bis auf „pride” sogar alle ab dem letzten Vokal (oder besser Diphthong) gleich geschrieben.

Jedoch reimen sich in diesem Vierzeiler nicht nur die letzten Wörter eines jeden Verses (übrigens durchgehend stumpfe Kadenzen) aufeinander, sondern auch „cared” in der ersten Zeile mit „shared” in der dritten.

Ein Wort noch zum vierten Vers (ha, jetzt hab ich selbst eine Alliteration geschafft ^^):

Geht man davon aus, dass Zeile eins bis drei eine Art Aufzählung darstellen, so kann man den Übergang von Vers drei zu Vers vier als Enjambement bezeichnen.

So heißt der Fachbegriff für einen Satz, der über das Zeilenende hinaus in den nächsten Vers geht. Wobei dieses Enjambement wohl nicht allzu stark ist, da ich rein gefühlsmäßig hinter „pride” noch ein Komma setzen würde. Aber das ist jetzt Haarspalterei.

Ich hoffe, ich habe euch nicht allzu sehr mit meiner verrückten Freitagabendbeschäftigung gelangweilt. Allerdings wollte ich einfach einmal zeigen, wie man scheinbar so „nutzlose” Dinge, die man in der Schule lernt, auf erfrischende Weise anwenden kann. :-)

Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Stück Liedtext!

Inline-Skaten in Konstanz

•Juli 14, 2008 • Kommentar schreiben

In Konstanz als junge Frau Inlinezuskaten (zu inlineskaten?) ist in etwa wie vollständig angezogen quer über den FKK-Strand zu laufen: Alle starren dich an, und du hast nur eine gewisse Ahnung, warum.

Böse Zungen mögen behaupten, die vier Rollen haben es erst jetzt in die Stadt am Bodensee geschafft… Aber lassen wir das.

Jedenfalls dachte ich mir vor ein paar Tagen nach einer Woche Power-Learning (wobei sich das „Power“ nur auf die Menge des Lernstoffs bezog): Mädel, du musst mal wieder raus aus deiner Abstellkammer. Seeluft schnuppern. Dich bewegen. Und überhaupt.

Also gut, warum nicht? Ich beschloss, mir und meiner Umwelt etwas Gutes zu tun: Für mich Bewegung an der frischen Luft, für die Konstanzer Bevölkerung eine neue Gelegenheit, ihre voyeuristischen Vorlieben auszuleben.

Ich startete also meine Skaterrundfahrt: Aus dem Herz Petershausens an der Fahrradbrücke vorbei, am Seerhein entlang, wieder zurück und anschließend über die Europabrücke und zur Seepromenade.

Wenn ich mich sportlich betätige, kommen mir immer tausende von Gedanken in den Sinn.

Einer davon war: Bei den KKA (katastrophalen Konstanzer Asphaltbedingungen) haut es mich bestimmt irgendwann einmal auf die Fresse. Und weiter: Bei meinem Glück – und jetzt ignoriere ich geflissentlich die empörten Schreie derer Leute, die wissen, dass ich längst vergeben bin – wird während meines Sturzes nie, nie, niemals ein gutaussehender junger Mann auf mich zuradeln, innerhalb von weniger als zehn Millisekunden bemerken, dass ich gerade im Begriff bin, mir mindestens meine Hände und Knie aufzuschlagen, beherzt und selbstlos vom Rad springen und mich heldenhaft in seinen Armen auffangen.

Schade eigentlich. Denn abgesehen von der Tatsache, dass ich bereits vergeben bin, wäre das doch das Einzige, was meinen Sturz halbwegs wiedergutmachen würde. Die Stadt entschädigt mich nämlich bestimmt nicht dafür. Schon allein deswegen nicht, weil ich keinen Erstwohnsitz beantragt habe, als ich nach Konstanz gezogen bin. Aber das ist eine andere Geschichte.

Die Rocksau meldet sich zurück

•Mai 21, 2008 • Kommentar schreiben

Wenn jemand in meiner Reichweite ein neues Album gekauft hat, das mich auch interessiert, nutze ich meistens sofort die Gelegenheit und ziehe es mir auf meinen Laptop. So auch mit Lenny Kravitz’ neuestem Werk “It is Time for a Love Revolution”.

Ja, die Rocksau meldet sich zurück. Herr Kravitz, einer der wenigen noch vorhandenen Rock’n'Roll-Gutmenschen, hat mal wieder ein Album erschaffen, das sich sowohl musikalisch als auch textlich sehen lassen kann.

Los geht’s mit der (fast) gleichnamigen Nummer “Love Revolution”, welche den Hörer sofort in den guten alten, verratzten und typischen Lennysound hineinkatapultiert. Ist man einmal drin, kommt man nicht mehr so schnell raus. Diese Platte ist ein ungestüm stampfendes, launisches, für gute Laune sorgendes und gleichzeit recht nachdenklich machendes Mahlwerk aus den unterschiedlichsten Ecken des Rock und doch unverkennbar Lenny.

“This love will never leave you, this love will never let you go” singt der Mann aus New York und legt im ersten Song auch schon ein fetziges und leicht psychedelisches Solo hin, dem viele weitere, ganz in alter Rockmanier, folgen.

Mit “Bring it on” kramt er in der Bluesrockschublade und vereint diese mit einem sehr eingängigen Refrain, bevor er zu einem lässigen “Good Morning”-Gruß überleitet und dort mit den unterschiedlichsten Akkordfolgen und auch ein paar Streichern im Hintergrund experimentiert.

Nummer Vier, “Love Love Love”, ist nicht, wie man bei diesem Titel annehmen könnte, eine zu Herzen rührende, langsame Liebesschnulze, sondern ein “straight forward”-antreibendes Stück mit schnellen, p-funkig anmutenden Gitarrenriffs, welche mich leider sehr stark an “Get On Top” von Red Hot Chili Peppers erinnern. (Probiert es aus! Singt es darüber! *g*)

Das folgende “If You Want It” beginnt zunächst langsam und ohne viel musikalischen Schnickschnack zu Kravitz’ Stimme, ehe es im Refrain zu einer groovigen Ein-Mann-Weisheiten-Show wird und verkündet: “You can change your world today.” Der gute, alte Weltverbesserer.

Ruhig weiter geht es mit dem bereits veröffentlichten “I’ll Be Waiting”. Die hoffnungslos romantische Schmusenummer ist nicht das einzige wirklich ruhige Stück auf der Platte, jedoch sehr vorteilhaft mit Pianoklängen untermalt.
Sollte jemand dank dieses Lieds seine Zukünftige finden, kann er ihr auch schon mit dem darauffolgenden Song “Will You Marry Me” einen etwas ungewöhnlicheren Heiratsantrag machen. Aber Vorsicht – nicht jeder Frau gefällt ein derartig rockfunkiger Overdrive-Antrag. Im Zweifelsfall doch lieber die Standardnummer mit dem Verlobungsring durchziehen. ; )

Fällt die Hochzeit schließlich doch ins Wasser (aus welchem Grund auch immer), kann sich der Verlassene immer noch mit “I Love the Rain” trösten. Abermals eine ruhige Nummer mit schönen akustischen Gitarren und einem eingängigen, kurzen Refrain lässt den Hörer beinahe zusammen mit Herrn Kravitz im Regen stehen, besonders, wenn er kurz vor dem obligatorischen Solo aus schmerzender Kehle “Uuuh” singt.

Noch schmerzlicher wird es bei der nächsten Nummer, “A long and sad Goodbye”, in der Lenny anklagend das Weggehen seines Vaters besingt und natürlich auch hier ein äußerst dramatisches Solo einbringt, das dem Ganzen die Trauerkrone aufsetzt. Oh Papa.

Genug vom Trauerzug – gute Laune bekommt der Hörer bei der funkigen Nummer 10, “Dancin’ Til Dawn”, welche zumindest mich musikalisch ein wenig an die Rolling Stones erinnert.

Nachdenklich wird es dann bei “This Moment is all there is”, welches mit seinen akzentuierten Gitarrenklängen an einen Tag am Strand erinnert.
“A New Door” ist noch eine Spur ruhiger und ebenfalls untermalt mit Klavierklängen. Man merkt deutlich, wie das Album seinem Ende zugeht. Hier zieht Herr Kravitz den Hörer mit einem sehr schönen Refrain noch ein Stück weiter in seine Materie.
Doch bevor es zu schmalzig wird, erklingen auch schon in “Back in Vietnam” E-Gitarren-Riffs, und Kravitz’ Stimme wird wieder kratziger. Nomen est Omen.

Den Abschluss des 14stöckigen Musikhochhauses macht “I Want to go Home”, was im Hörer mit fast schon britrockigen Klängen und der sehnsüchtigen Stimme des Interpreten denselben Wunsch erwecken lässt. Mit essentiellen Fragen über das Leben entlässt Lenny Kravitz den Musikliebhaber sanft wieder in die Außenwelt.

Vielen Dank für diese musikalische, vielfältige Reise!

Greatest Hits vs. Best-Ofs

•Mai 13, 2008 • Kommentar schreiben

Ich als alte Greatest-Hits-Liebhaberin *hüstelhüstel* habe mich unlängst gefragt, was wohl der Unterschied zwischen einer Greatest Hits und einer Best Of… ist.

Wikipedia macht mich auch nicht schlauer; dort werden beide Begriffe im selben Artikel als Synonym benutzt. Und dennoch frage ich mich, warum es dann überhaupt zwei verschiedene Begriffe dafür gibt.
(Natürlich gibt es für alle möglichen Wörter mehrere Begriffe; nach dem Sinn dahinter zu fragen, geht hier und jetzt wahrscheinlich zu weit… Aber immerhin geht es mir hier ums Prinzip! So.)

Wer mir bei dieser (Streit)Frage helfen kann, melde sich bitte! (Das Kommentarfeld steht euch offen…)

So, und damit dieser Artikel nicht allzu kurz wird, kommt hier noch eine kleine, aber feine (und ungeordnete) Liste an von mir präferierten Greatest Hits und Best Of…s. Natürlich sind auf einer solchen CD nie alle Lieder gleich gut, doch bei welchem Album ist das nicht so?
Tatsache ist, dass ich diese CDs jedem ans Herz legen kann/darf/möchte, der auch mal gerne in vergangener Musik schwelgt.

Viel Spaß damit!

  • Lenny Kravitz – Greatest Hits
  • Mike and the Mechanics…. Hits
  • Queen Greatest Hits I + 2
  • Genesis: Turn it on again – The Hits
  • The Beatles – One
  • Phil Collins… Hits

To be continued….

Mit ohne Anglizismen

•Mai 6, 2008 • Kommentar schreiben

Hier sind wir also. FreiWeg. Ganz frei und wortwörtlich aus dem Englischen übernommen. Weil es auch ohne Anglizismen geht! *hemhem*

Jedenfalls habe ich mir das für zumindest diesen Eintrag vorgenommen.
Deutsch ist ja eine so schöne Sprache. Muttersprache für 95 Millionen Menschen. Sagt zumindest unsere Freundin Wiki.

Jetzt geht es hier also nun los. Mit Schreiben. Artikel und so. Über Gott und die Welt. Wichtiges und weniger Wichtiges. Und vielleicht sogar eher Unwichtiges.

Ob uns überhaupt irgendjemand zuliest? (”zuhört” kann ich ja nicht schreiben)
Wir werden sehen.
(Jetzt wollte ich gerade den entsprechenden Ausdruck auf Englisch anbringen. Aaaargh! Naaain!)

So denn, ich schließe diesen ersten Artikel, bevor mir noch ein gravierender Anglizismus unterläuft.

Man liest sich!